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Hypothekentragbarkeitsrechner

Prüfe, ob du dir eine Hypothek leisten kannst — mit den Tragbarkeitsregeln Schweizer Banken (Belastung max. 33% des Bruttoeinkommens).

Deine Situation

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Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Erstschätzung nach Schweizer Faustregeln und ersetzt keine Beratung durch eine Bank oder einen Hypothekarspezialisten. Die tatsächliche Tragbarkeit hängt von der individuellen Bonitätsprüfung ab.

Wie funktioniert der Hypothekentragbarkeitsrechner?

Der Hypothekentragbarkeitsrechner ermittelt, ob du dir eine bestimmte Hypothek leisten kannst, basierend auf den gängigen Tragbarkeitsregeln, die Schweizer Banken anwenden. Die Kernidee ist einfach: Die laufenden Kosten der Hypothek — also Zinsen, Amortisation und Nebenkosten — dürfen einen bestimmten Anteil des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. In der Schweiz gilt als Faustregel, dass diese Kosten höchstens 33% des Bruttoeinkommens ausmachen dürfen. Ist die Belastungsquote höher, gilt die Hypothek als nicht tragbar und die Bank wird den Kredit in der Regel ablehnen.

Der Rechner fragt vier zentrale Grössen ab: den Objektwert (Kaufpreis), das verfügbare Eigenkapital, das Bruttojahreseinkommen und den technischen Zinssatz. Aus diesen Werten berechnet er die Belehnung (das Verhältnis zwischen Hypothekbetrag und Objektwert), die jährlichen Zinskosten, die notwendige Amortisation und die Nebenkostenpauschale. Die Summe all dieser Kosten wird ins Verhältnis zum Bruttoeinkommen gesetzt — das ergibt die Belastungsquote. Liegt diese unter 33%, ist die Hypothek tragbar; liegt sie darüber, musst du entweder mehr Eigenkapital einbringen, einen günstigeren Kaufpreis suchen oder dein Einkommen erhöhen.

Warum ist die Tragbarkeitsprüfung so wichtig?

Die Tragbarkeitsprüfung ist nicht nur eine Formalität — sie ist der wichtigste Filter, den Schweizer Banken bei der Hypothekarvergabe anwenden. Eine Hypothek ist ein langfristiges Engagement, oft über 20 bis 30 Jahre. Die Bank muss sicherstellen, dass du auch in schwierigen Zeiten — bei Zinssteigerungen, Arbeitsplatzverlust oder unerwarteten Reparaturen — deine Zahlungen leisten kannst. Deshalb rechnet die Bank nicht mit dem aktuellen, historisch niedrigen Zinssatz, sondern mit einem technischen Zinssatz von typischerweise 5%. Dieser Puffer soll sicherstellen, dass du eine Hypothek auch dann bedienen kannst, wenn die Zinsen steigen.

Die 33%-Grenze ist dabei nicht willkürlich. Sie beruht auf der Erfahrung, dass Haushalte, die mehr als ein Drittel ihres Bruttoeinkommens für das Wohnen ausgeben, bei Einkommensschwankungen oder ausserordentlichen Ausgaben schnell in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die restlichen zwei Drittel müssen Steuern, Lebensmittel, Gesundheit, Mobilität, Versicherungen und Rücklagen abdecken. In Regionen mit hohen Immobilienpreisen wie Zürich, Genf oder dem Kanton Zug ist diese Grenze oft die grösste Hürde: Ein Haushalt mit 150'000 CHF Bruttoeinkommen kann sich theoretisch eine Immobilie für 900'000 CHF leisten — aber nur, wenn mindestens 180'000 CHF Eigenkapital vorhanden sind und die Belastungsquote unter 33% bleibt.

Die Tragbarkeitsregeln im Detail

33%
Max. Belastungsquote
5%
Technischer Zinssatz
20%
Min. Eigenkapital
15 J.
Max. Amortisationszeit

Belehnung und Eigenkapital

Die Belehnung ist das Verhältnis zwischen dem Hypothekbetrag und dem Objektwert. Wenn du eine Immobilie für 800'000 CHF kaufst und 200'000 CHF Eigenkapital einbringst, beträgt die Hypothek 600'000 CHF und die Belehnung 75%. Schweizer Banken vergeben in der Regel Hypotheken bis zu einer Belehnung von 80% (bei erstklassiger Bonität), was bedeutet, dass du mindestens 20% Eigenkapital einbringen musst. Bei einer Belehnung über 66% (zwei Drittel) ist zudem eine Amortisation vorgeschrieben: Du musst die Hypothek innerhalb von 15 Jahren (oder bis zur Pensionierung, je nachdem, was früher eintritt) auf 66% bzw. in einer zweiten Phase auf 65% reduzieren.

Technischer Zinssatz vs. effektiver Zinssatz

Ein häufiger Irrtum ist, dass man mit dem aktuellen, niedrigen Zinssatz rechnet. Sogenannte Saron-Hypotheken liegen bei etwa 1.5 bis 2.5%, Festhypotheken bei 1.5 bis 3% (Stand 2025). Für die Tragbarkeitsprüfung verwenden die Banken jedoch einen technischen Zinssatz von 5%, um sicherzustellen, dass du die Hypothek auch bei einem Zinsanstieg bedienen kannst. Das bedeutet: Selbst wenn deine effektiven Zinskosten niedrig sind, muss deine Belastungsquote mit dem 5%-Zinssatz unter 33% bleiben. Das ist konservativ, aber es schützt dich vor einer Überschuldung in einer Hochzinsphase.

Nebenkosten und Unterhalt

Neben den Zinsen und der Amortisation fallen jährliche Nebenkosten an: Unterhalt des Gebäudes, Versicherung, Energie, Wasser und Abwasser. Die Banken rechnen pauschal mit 1% des Objektwerts pro Jahr. Bei einer Immobilie von 800'000 CHF sind das 8'000 CHF pro Jahr. Diese Pauschale ist realistisch: Ein Dachgeschoss braucht alle 25 Jahre ein neues Dach, die Heizung muss nach 15 bis 20 Jahren ersetzt werden, und laufende Reparaturen kommen hinzu. Wer diese Kosten unterschätzt, läuft Gefahr, die Hypothek langfristig nicht tragen zu können.

Beispielrechnungen

Beispiel 1: Einfamilienhaus in der Agglomeration

Ein Paar mit einem Bruttoeinkommen von 140'000 CHF möchte ein Haus für 750'000 CHF kaufen. Sie haben 180'000 CHF Eigenkapital. Die Hypothek beträgt 570'000 CHF, die Belehnung 76%. Bei einem technischen Zinssatz von 5% ergeben sich Zinskosten von 28'500 CHF. Da die Belehnung über 66% liegt, ist eine Amortisation erforderlich: 2/3 der Hypothek (380'000 CHF) müssen in 15 Jahren amortisiert werden, was 25'333 CHF pro Jahr entspricht. Nebenkosten: 7'500 CHF. Gesamtkosten: 61'333 CHF. Belastungsquote: 43.8% — nicht tragbar.

Lösung: Mit 250'000 CHF Eigenkapital (33% Belehnung) sinkt die Hypothek auf 500'000 CHF. Zinsen: 25'000 CHF. Keine Amortisation nötig (unter 66%). Nebenkosten: 7'500 CHF. Gesamtkosten: 32'500 CHF. Belastungsquote: 23.2% — tragbar.

Beispiel 2: Wohnung in der Stadt Zürich

Eine Einzelperson mit 130'000 CHF Bruttoeinkommen sucht eine 3.5-Zimmer-Wohnung für 950'000 CHF. Eigenkapital: 200'000 CHF. Hypothek: 750'000 CHF. Belehnung: 79%. Zinsen (5%): 37'500 CHF. Amortisation (2/3 in 15 J.): 33'333 CHF. Nebenkosten: 9'500 CHF. Gesamtkosten: 80'333 CHF. Belastungsquote: 61.8% — deutlich nicht tragbar.

Dies zeigt, dass in teuren Märkten wie Zürich ein einzelnes Einkommen selten ausreicht. Entweder muss ein zweites Einkommen hinzukommen, das Eigenkapital deutlich erhöht werden (mindestens 300'000 CHF), oder der Kaufpreis muss gesenkt werden.

Tipps zur Verbesserung der Tragbarkeit

  • Mehr Eigenkapital: Jeder zusätzliche Franken Eigenkapital senkt die Hypothek und damit die Zinskosten. Vorbezüge aus der Pensionskasse (Säule 2) und der Säule 3a können verwendet werden.
  • Zweitverdiener einbeziehen: Ein zweites Haushaltseinkommen verbessert die Tragbarkeit erheblich. Die Bank rechnet mit dem gesamten Haushaltseinkommen.
  • Belehnung unter 66% halten: Ohne Amortisationspflicht sinken die jährlichen Kosten deutlich, da nur Zinsen und Nebenkosten anfallen.
  • Günstigere Liegenschaft: Ein niedrigerer Kaufpreis senkt alle Kostenkomponenten gleichzeitig — Zinsen, Amortisation und Nebenkosten.

Häufige Fragen

Was bedeutet Tragbarkeit einer Hypothek?

Tragbarkeit bedeutet, dass die laufenden Kosten für Zins, Amortisation und Nebenkosten einen bestimmten Anteil des Bruttoeinkommens nicht überschreiten. Schweizer Banken wenden als Faustregel an, dass diese Kosten maximal 33% des Bruttoeinkommens betragen dürfen.

Welcher Zinssatz wird für die Tragbarkeitsprüfung verwendet?

Banken rechnen nicht mit dem tatsächlichen Zinssatz, sondern mit einem technischen Zinssatz von typischerweise 5%, um Zinssteigerungen abzufedern. Einige Banken verwenden 6% bei niedriger Belehnung.

Muss ich die Hypothek amortisieren?

Bei einer Belehnung über 66% des Objektwerts ist eine Amortisation vorgeschrieben. Innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung muss die Belehnung auf 66% (erste Priorität) bzw. 65% (zweite Priorität) gesenkt werden.

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Mindestens 20% des Objektwerts müssen als Eigenkapital eingebracht werden. Bei einer Immobilie von 800'000 CHF sind das 160'000 CHF. Das Eigenkapital kann aus Ersparnissen, Vorbezügen der Pensionskasse oder Säule 3a stammen.

Was zählt zu den Nebenkosten?

Zu den Nebenkosten zählen Unterhalt, Versicherungen, Energiekosten und allenfalls Erschliessungsbeiträge. Die Banken rechnen pauschal mit etwa 1% des Objektwerts pro Jahr.

Kann ich die Pensionskasse als Eigenkapital verwenden?

Ja, du kannst Gelder aus der Pensionskasse (Säule 2) und der Säule 3a als Eigenkapital verwenden. Für den Vorbezug der Pensionskasse gelten jedoch strenge Bedingungen, und der Betrag muss zwingend für den Erwerb von selbstbewohntem Wohneigentum verwendet werden.

Was passiert, wenn die Tragbarkeit nicht gegeben ist?

Wenn die Tragbarkeit nicht gegeben ist, lehnt die Bank die Hypothek ab. Du kannst den Kaufpreis senken, mehr Eigenkapital einbringen oder eine längere Amortisationszeit aushandeln. Alternativ kann eine günstigere Liegenschaft gesucht werden.

Glossar

Belehnung
Verhältnis zwischen Hypothekbetrag und Objektwert. Eine Belehnung von 80% bedeutet, dass die Bank 80% des Immobilienwerts finanziert.
Technischer Zinssatz
Der Zinssatz, den die Bank für die Tragbarkeitsprüfung verwendet (typisch 5%), unabhängig vom tatsächlichen Hypothekarzins.
Amortisation
Die regelmässige Rückzahlung der Hypothek. Bei Belehnung über 66% ist sie vorgeschrieben (innerhalb 15 Jahren auf 66%).
Belastungsquote
Anteil der jährlichen Hypothekarkosten (Zinsen, Amortisation, Nebenkosten) am Bruttoeinkommen. Sollte 33% nicht übersteigen.
Stand: 2025 Quelle: Schweizer Bankenrichtlinien Redaktion Ausrechnen